Ich grüße Euch, liebe Mondverliebte und Mittelaltersehnsüchtige! 

 

 

 

 

 

In diesem Beitrag möchte ich den

Wurzeln meiner Begeisterung

rund um das Mittelalter, Wölfe und Mythen auf den Grund gehen.

 

 

 

 

 

Dafür graben wir tief in die Vergangenheit bis zu meiner Kindheit.

Mit lanzenstechenden Rittern, Intrigen spinnenden Burgfräulein und weihrauchumwölkten Mönchen kam ich erst spät in Berührung.

Die Schwerpunkte in der griechischen Schule waren der Krieg um Troja, der Kampf gegen die Übermacht der Perser, sowie Odysseus sagenumwobene Reise. 

 

 

 

So bin ich noch ganz mittelalter-jungfräulich gewesen,

als ich meinen ersten historischen Roman im Alter von zwölf Jahren aufschlug: Der Medicus.

 

Mit den ersten Zeilen öffnete sich für mich ein Tor in ein andere Zeit.

 

 

Während ich mit meinen historischen Wälzern

unter dem Arm herumlief, blätterten meine Freunde in der BRAVO

und studierten Doktor Sommer.

 

Also verzeiht, wenn ich irgendwelche Lerndefizite haben sollte.

 

 

Auch mein Umfeld bekam eine historische Gewandung.

Die Poster von den Space Girls und den Backstreet Boys wurden gegen Armbrüste und Schwerter eingetauscht.

 

Zusätzlich schwang ich mich tollkühn in den Sattel

und ließ meine Fantasie zurück ins Mittelalter galoppieren. 

 

 

Schon bald erregten die düsteren Mächte meine

Aufmerksamkeit.

 

Auf meinem Wunschzettel zu Weihnachten stand:

DIE MAGISCHEN WERKE

von Agrippa von Nettersheim,

einem historisch belegten Hexer.  

 

Im Gegensatz zu Harry Potter,

wo man nur mit dem Zauberstab wedeln und einige Sprüche aufsagen muss,

forderte diese Magie wahre Bereitschaft.

 

Am besten ich zitiere Euch mal etwas aus seinem Erfahrungsschatz: 

Fürs Erste möchte ich Euch nicht mehr zumuten.

Das Buch ist 600 Seiten dick, da ist noch viel mehr. 

 

Ihr könnt Euch denken, zu was für einem Ergebnis das Ganze bei einem Teenager kam:

 

Da ich weder an ein flinkes Wiesel noch an einen Tiefseefisch wie den Seeteufel herankam, versuchte ich, meine ganze Jugend hindurch eine Schwalbe zu fangen.

Meine Jagd blieb zum Glück erfolglos.

 

 

Ob es mir gelungen wäre, dem Tier den Brustkorb aufzubrechen, mit den Zähnen das noch pochende Herz herauszureißen und es im Ganzen herunterzuschlucken, steht auf einem anderen Blatt. 

Da wir uns eh schon in so dunklen Gefilden herumtreiben,

können wir auch gleich weiterschwenken zum Thema Wolf.

 

 

Die ersten Wölfe, an die ich mich erinnern kann, waren jene aus dem Disneyfilm

„Die Schöne und das Biest“.

 

Kein guter erster Eindruck. 

 

 

Zweiter Auftakt:

Die Wölfe beim Computerspiel Tomb Raider.

  

Ihr erinnert Euch bestimmt an

die Archäologin Lara Croft.

Solche spitzen Monsterbrüste

vergisst man nicht so schnell. 

Mochte das Spiel auch eckiger sein als das heutige Minecraft, ich hatte eine Heidenangst vor den Wölfen.

Allein ihr Knurren und Brüllen hat mich und meine Spielfigur gelähmt. 

Auch brachte ich es nicht fertig, auf sie zu schießen. 

 

Das Ende: Ich schrie so viel herum, dass meine Mutter mir das Spiel verbot.  

 

Die Wende kam bei dem Film

Wolf – das Tier im Manne“

mit Jack Nicholson und Michelle Pfeifer.

  

Man würde meinen, dass ein Mann, der sich langsam in einen Wolf verwandelt, nicht unbedingt beruhigend wirkt. Doch die Persönlichkeitsentwicklung des Protagonisten hat einen bleibenden Eindruck in meinem Herzen hinterlassen. 

 

Der Wolf trug nicht mehr die Attribute von Gefräßigkeit und Hinterlist, sondern von

Freiheit, Unzähmbarkeit, Stärke, Treue und Verbundenheit mit der Natur. 

 

Der Film endete damit, dass der Protagonist als Wolf nach seiner Geliebten heult. Meine Fantasie spann die Geschichte die ganze Nacht über weiter. Ich wollte unbedingt erfahren, wie es wäre, in einem Rudel zu leben, dessen Wölfe einst Menschen gewesen waren.

  

 

Damit war der Grundstein für meinen Werwolf-Epos „Die Blutwölfe“ gelegt.

Beziehungsweise waren damit die ersten Tropfen Herzblut in meine Fantasie getröpfelt.

Ich las alles, was es über Werwölfe zu lesen gab, studierte jeden Mythos des Mittelalters.

 

Meine Begeisterung - okay sagen wir wie es ist  - meine Besessenheit reichte sogar so weit, dass ich Indizien in meinem Zimmer verteilte, um den Eindruck zu erwecken, ein Werwolf zu sein. Wir wissen ja alle, wie es bei Teenagern so ist:

Die Zimmer werden regelmäßig von Geschwistern oder Freunden durchsucht.

Unter anderem schrieb ich ein Werwolf-Tagebuch, in dem ich hineinkritzelte, was für körperliche und seelische Verwandlungen ich durchmachte und wie ich versuchte, sie vor den anderen zu verbergen. Ich hatte auch ein zusammengeschnürtes Bündel Haare versteckt, die ich aus dem Schwanz unseres Husky-Mischlings geschnitten hatte. 

 

Lieber Hundy, nochmals Verzeihung dafür.

 

 

Tierknochen, die ich in der griechischen Pampa fand und eigenhändig ausbuddelte, gehörten natürlich auch in meine Werwolfshöhle.

 

Einmal meinte ich in einer Anwandlung von Hysterie, dass ein Ziegenschädel verflucht sei, und pfefferte ihn kurzerhand vom Balkon. 

Wenn Du wissen willst, zu welchen Büchern mich diese Erlebnisse und Erfahrungen inspiriert haben, dann werfe doch mal einen Blick auf meine Veröffentlichungen

 

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Anima Lunaris 

 

 

bedeutet auf Latein:

Seele, dem Mond zugehörig 

  

 

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